Der erst 14-jährige Paul Trommler hat eine erfolgreiche Session hingelegt. Neun Fische in 48 Stunden, darunter gleich vier Fische über 15 Kilo. Und das ganze vier Tage nach Erlangen seines Angelscheins. Wahrlich ein Auftakt nach Maß!
Paul Trommler: „Endlich ist es so weit: Nach bestandener Prüfung darf ich alleine angeln gehen. Ich bin heiß! Nur drei Tage nach der Prüfung fährt mich mein Vater an einen schönen See in Thüringen. Meine erste Session ohne Johannes, mit dem ich sonst immer unterwegs war und der mir das Karpfenangeln gezeigt hat. Johannes kann leider nicht mitkommen, er ist gerade in Afghanistan.
Am See steige ich gleich aus dem Auto um zu checken, ob meine Lieblingsstelle frei ist. An diesem Platz führt eine alte Straße durch den See – ein echter Hotspot. Ich habe Glück, die Stelle ist frei. Und ich habe gleich ein gutes Gefühl, denn der Wind bläst auf mein Ufer. Genau das richtige Angelwetter: mal Sonne mal Regen und schön starker Wind.
Ich kenne die Stelle von zwei Ansitzen zuvor. Da hatte ich aber geblankt.
Welches Rig, mit Pop-up oder doch eher einen einzelnen Sinker? Futtertechnisch entscheide ich mich für das so genannte „area baiting“, großflächiges Anfüttern also. Da der See nur wenige Hotspots hat und ansonsten einer 68 Hektar großen Badewanne gleicht, will ich die Fische über das Futter zu meinen Hakenködern locken.
Ich verteile zwischen drei und vier Kilo Boilies, eine Mischung aus Scobery und Horny Nuts.
Als Montage wähle ich ein steifes Kombi-Rig mit einem einzelnen Sinker. Nach dem Rutenauslegen mache ich mir noch ein leckeres Abendessen. Später sollte es noch hektisch werden:
22:00 Uhr: Ich lege mich mit einem guten Gefühl auf meinen Bedchair.
00:44 Uhr: Ein Vollrun reißt mich aus dem Bedchair. Aber nach etwa 10-minütigem Drill schlitzt der Fisch aus. Mist! Wieder ein Kilo großflächig verteilt, die Rute kommt wieder an dieselbe Stelle.
1:12 Uhr: Der nächste Vollrun. Ab in die Wathose und ab zur Rute. Nach etwa einer Minute gibt es wieder Probleme. Dieses Mal sitzt der Fisch fest. Sch****! Die Rute wieder auf den Rod Pod gelegt, Freilauf aufgemacht. Vielleicht befreit sich der Fisch von selbst? Nach 30 Minuten hängt der Fisch immer noch fest. Hängt er überhaupt noch dran? Ich spühre nichts mehr und will es genau wissen. Ich ziehe kräftig, die Schnur reißt. Toll!
Neuer Versuch. Wieder ein Kilo Futter dazu.
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| Die Nadel bleibt bei 16 Kilo hängen. YEEEEEES! |
4:00 Uhr: Wieder ein Vollrun. Und dieses Mal gelingt die Landung. Ein schöner Schuppi, perfekt in der Unterlippe gehakt. Die Nadel bleibt bei 16 Kilo hängen. YEEEEEES!
Auf einmal noch ein Vollrun. Dieses Mal auf der anderen Rute. Schnell den ersten Fisch mit der Wiegeschlinge ins Wasser gehängt, und ab zur anderen Rute. Wieder ein Schuppi, 16,6 Kilogramm schwer. Neuer personal best! Was für eine Nacht.
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| Wieder ein Schuppi, 16,6 Kilogramm schwer |
5:56 Uhr: Ein Spiegler mit 16,1 Kilo. So müsste es immer laufen.
Bis um 7:00 kann ich dann noch einen 7-Kilo-Spiegler fangen.
Jetzt muss ich erst einmal zwei Kilo füttern. Das war in der Nacht vom Ufer aus kaum möglich. Zu starker Wind!
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| So müsste es immer laufen |
7:30 Uhr: Beide Ruten liegen wieder im Wasser. Aber nicht lange...
8:23 Uhr: Der nächste Schuppi: 15,5 Kilo. Das ist mal eine gute Serie!
Über Tag verliere ich wieder einen Fisch. Erst abends fange ich wieder.
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| Das ist mal eine gute Serie! |
22:00 Uhr: Ich hole die Ruten rein, fütterte wieder vier Kilo an und lasse den Platz bis zum nächsten Morgen in Ruhe, damit die Fische ungestört fressen können. Erst Sähen, dann Ernten. Nachmittags habe ich nur noch 500 Gramm Boilies. Nicht viel, wenn man ständig Bisse bekommt. Aber es bleibt ruhig, der Spuk scheint vorbei zu sein. Trotzdem kann ich mehr als zufrieden sein: insgesamt habe ich neun Fische gefangen (16 kg, 16,6 kg, 16,1 kg, 15,5 kg, 14 kg, 13 kg, 11 kg, 10kg und 7 kg) und vier Fische verloren. Ein dickes DANKE an Johannes Fleischmann, der mir alles beigebracht hat und an meinen Vater, der das Ganze unterstützt.“