Ein Neues Jahr bedeutet bekanntlich neues Glück. Und neue Ziele. Auch ich habe mir neue Ziele gesetzt. Einen Karpfen im Januar zu fangen zum Beispiel. Die Jahre zuvor hatte ich kein Glück. Nicht selten bot sich dafür aber auch keine Gelegenheit, denn die Gewässer waren noch mit Eis bedeckt.
| Mit dem Spotfinder suchten wir nach Löchern im Kraut |
Dieses Jahr begann vielversprechend. Denn die Gewässer waren eisfrei und auch die Außentemperaturen sorgten nicht gerade für Frostbeulen. Ich war ungeduldig. Schon zwei Tage nach den Jahreswechsel sollte es zusammen mit Tobias Steinbrück ans Wasser gehen.
Aber kein Erfolg ohne entsprechende Vorbereitung. Deshalb hatten wir vorher ein paar Mal Futter eingebracht. Unsere Stelle war somit gut präpariert. Die Ruten legten wir vom Boot aus mit der Hand in kleinen Krautlöchern ab, die wir mit zuvor dem Spotfinder gefunden hatten. Kein Problem bei glasklarem Wasser.
Es dauerte keine drei Stunden, da hatte Tobias seinen ersten Fisch 2012 gelandet. Das war´s dann auch für die eine Nacht. Keine weitere Aktion, aber trotzdem ein vielversprechender Anfang.
| Tobias macht es vor: Sein erster Fisch ist ein kleiner Schuppi |
Drei Tage später war ich zurück - ein neuer Versuch. Dieses Mal war das Wasser sehr trübe, um nicht zu sagen braun. Das machte ein gezieltes Ablegen der Köder in den Krautlücken schwierig. Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl, da der warme Süd-West Wind genau in meine befischte Bucht drückte.
Und tatsächlich kam der erste Biss schon mit Einbruch der Dunkelheit. Meine Montage lag nicht einmal eine Stunde im Wasser. Im Drill ging alles glatt. So landete auch mein erster Fisch des Jahres im Netz, noch dazu noch eine richtig Guter. Der Anfang war also gemacht. Leider verlor ich zwei weitere Fische im dichten Kraut.
| Die Montage lag nicht einmal eine Stunde im Wasser |
Eine Woche später: gleiche Stelle und hoffentlich auch gleiches Glück? Dieses Mal war das Wasser wieder klar. Vom Boot aus konnte ich den Gewässergrund gut erkennen. Aber bei zu klarem Wasser sind die Fische vorsichtig. Und die erste Nacht verstrich - wie befürchtet - ohne Aktion. Am nächsten Tag bestückte ich meine Montagen mit Diffusion-Camo-Leader. Die sind im klaren Wasser so gut wie unsichtbar. Ein Blei im Krautmantel machte meine Tarnung perfekt.
| Ein Carpspotblei macht meine Tarnung perfekt |
Gegen 4 Uhr kam dann - ganz unverhofft - ein richtiger Vollrun. Perfekt! Leider nicht ganz so perfekt, denn nach einem langen Drill stieg mir der Fisch aus. Das Kraut war schuld. Darin hing der Fisch mehrere Male fest, bevor der Haken ausschlitzte. Das war ärgerlich. Aber das Kraut ist durch die milde Witterung noch ungewöhnlich dicht.
In der dritten Nacht klappte es dann aber doch noch und ein weiterer schöner Spiegler glitt in den Kescher.
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| Am Morgen war der See komplett zugefroren |
Dann Ende Januar der Schock: Der harte Kälteeinbruch. Bei meiner vorerst letzten Session war der See am Morgen komplett mit Eis bedeckt. Na wunderbar!
Jetzt haben wir Anfang Februar und die meisten Gewässer sind dicht. Da heißt es wohl mit den Beinen schlackern, bis der See wieder auftaut. Aber das kann dauern...
Jetzt haben wir Anfang Februar und die meisten Gewässer sind dicht. Da heißt es wohl mit den Beinen schlackern, bis der See wieder auftaut. Aber das kann dauern...
Daniel Konopatzki

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